Energieräuber Führungskräfte

Energieräuber Führungskräfte

Wer raubt Ihnen Ihre Energie? Das kann zu wenig Schlaf sein. Vielleicht wachen Sie nachts auf und denken über Aufgaben und Probleme der Arbeit nach, die Sie nicht loslassen. Das wird oft als „Kopfkino“ bezeichnet. In der Nacht werden Sie allerdings keine Lösung finden. Das ist das schwierige an dieser Situation. Deshalb lassen Sie die Probleme los. Dazu gebe ich Ihnen Hinweise, die Sie ausprobieren können.

Energieräuber Führungskräfte Schlaf

Der erste Tip: stehen Sie auf und setzen Sie sich an einen Tisch oder Schreibtisch und schreiben Ihre Gedanken auf. Damit lassen Sie diese los. Sie können aber auch einfach etwas lesen. Das sollten einfache Texte sein, etwas zum Schmunzeln oder ein Ausschnitt aus einem Reisebericht. Nach 15 – 20 Minuten gehen Sie wieder ins Bett und versuchen Sie zu schlafen. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Der zweite Tip: stehen Sie auf und entspannen Sie sich, indem Sie zum Beispiel Übungen aus dem Autogenen Training oder der Progressiven Muskelentspannung nach Jakobson ausführen. Dazu müssen Sie eine der beiden Techniken erlernen. Fragen Sie Ihre Krankenkasse. Diese bieten oft für ihre Mitglieder kostenfreie Kurse dazu an.

Der dritte Tip: trinken Sie vor dem Schlafen möglichst keinen Alkohol. Nach Alkoholgenuss schläft man oft gut ein – aber nicht durch!! Gerade Rotwein (mehr als ein Glas) ist der Verursacher von Schlafunterbrechungen. Aber auch zu spätes Essen, vor allem warmes Essen, das „schwer im Magen liegt“ muss nachts von dem Körper verarbeitet werden und stört den Schlaf.

Menschen mit negativen Gedanken, die immer problematisieren rauben mir Energie. Ich habe diese Personen identifiziert und begonnen, ihnen aus dem Weg zu gehen. Wenn es trotzdem zu immer wiederkehrenden Begegnungen kam und ihre negativen Äußerungen meine Energie „angezapft“ haben, dann habe ich ihnen nett aber bestimmt gesagt, dass ich diese Äußerungen nicht mehr wünsche und sie sich in meiner Gegenwart damit zurückhalten sollten. Nach einer kurzen Schockphase hat das dann funktioniert. Ich suche mir Gesprächspartner, die mich durch Ihre Kreativität und Fähigkeit, Probleme zu lösen anregen und weiter bringen. Deren Anwesenheit schätze ich und gewinne dazu. Wenn Sie ein Büro mit solch einer Person teilen und alle Versuche, diese Person um Zurückhaltung zu bitten, gescheitert sind, dann sollten Sie wenn möglich das Büro wechseln. Sie denken jetzt vielleicht, was dann die Kolleg*innen dazu sagen. Gehen Sie offensiv damit um, dass Sie für Ihre Produktivität einen entsprechenden Rahmen benötigen. Sagen Sie bitte aber nicht, dass der oder die bisherige Kollegin das verhindert. Das wäre vielleicht schon Mobbing.

Perfektionismus

Schieben Sie öfter Aufgaben vor sich her, die Sie nicht gerne bearbeiten? Das Aufschieben auch als Prokrastination bezeichnet (lateinisch für „vertagen“) löst nicht die Aufgabe und wird zu Ihrem Problem. Je länger Sie die Aufgabe verschieben, umso mehr Energie benötigen Sie für den Anfang der Bearbeitung. Ich habe mir angewöhnt für solche Aufgaben einen Wochen- oder Monatsplan zu erstellen. Darin lege ich fest, wann ich beginne, eine der Aufgaben zu bearbeiten. Dabei lege ich die Aufgabe in die Vormittagsstunden. Das ist der Zeitrahmen, wo ich viel Energie habe und dann die Kraft habe, die Aufgabe anzugehen. Überfordern Sie sich nicht. Eine Stunde Arbeit für eine Aufgabe, die Sie schon lange aufgeschoben haben, ist ein guter Beginn. Sie werden überrascht sein, was Sie dann alles schaffen. Planen Sie die weitere Bearbeitung in solchen Zeitetappen für die nächsten Tage, wo Sie Zeit dafür haben.

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