Energie-Tankstellen für Führungskräfte – Teil 2

Energie-Tankstellen für Führungskräfte

Wie versprochen folgt hier der zweite Teil der Anregungen für das Aufladen Ihrer Energie-Speicher. Dazu habe ich Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zusammen gestellt. Diesen müssen Sie nicht alle erfüllen – also kein Stress! Vielmehr sollten Sie daraus die Bereiche auswählen, die Ihnen sympathisch sind und wo Sie Lust haben, diese einmal zu testen. Wenn sie Ihnen gefallen, dann bleiben Sie dran und beobachten Sie, ob sich Ihre Energiereserven wieder füllen. Sollte das auf Dauer nicht der Fall sein, dann suchen Sie weiter – nach besser für Sie geeigneten „Tankstellen“.

Soziale Kontakte

Soziale Kontakte werden sehr oft von ihrer positiven Wirkung unterschätzt. Das kann damit zusammenhängen, dass man für die Treffen mit Freunden und Familie Zeit benötigt, die man neben dem Beruf wenig hat. Gerade wenn es um gemeinsame Unternehmungen geht, beginnen viele Führungskräfte an mit ihrer Zeit zu „knausern“, weil diese oft im Voraus geplant werden müssen und oft eher am Wochenende stattfinden. Aber auch die Mitgliedschaft in Vereinen gehört zu den sozialen Kontakten und dabei haben alle Beteiligten noch ein gemeinsames Interesse, das sie in ihrer Freizeit verfolgen. Das muss nicht immer Sport sein, das kann sich auch um Kunst und Kultur oder andere Inhalte drehen.
Die erwähnte positive Wirkung ist u. a. aus der Sozialpsychologie und der Resilienzforschung belegt. Soziale Kontakte erhöhen die Widerstandskraft bei hohen Belastungen und sogar auch in Krisen. Dazu stellen sie einen Ausgleich dar, der Aktivität beinhaltet und damit zu einem aktiven Abschalten von dem Beruf beiträgt. Und bedenken Sie bitte, gerade Freunde sind oft die ehrlichsten Feedbackgeber, die vielleicht von Ihren beruflichen Fragen keine Ahnung haben, aber die gerade deshalb ganz unbeteiligt auf Ihre Fragen oder Probleme Rückmeldungen geben, also querdenken. Daraus entstehen doch oft die besten Ideen für eine Weiterentwicklung.

Bewegung und ausgewogene Ernährung

Ganz ehrlich – Bewegung und ausgewogene Ernährung das sind meine Baustellen. Ich habe lange Zeit gebraucht bis ich gemerkt habe, wie gut mir diese beiden Dinge tun. Der Weg dahin war verschlungen. Verschiedene Sportarten habe ich ausprobiert, bis ich bei Wandern und Fahrradfahren gemerkt habe, das ist es. Auch Nordic-Walking habe ich schätzen gelernt. Aber vor allem bin ich an der Luft und kann durchatmen – im wahrsten Sinn des Wortes. Dazu kam dann noch mein Orthopäde, der mir offen sagte, dass ich für meinen Rücken Krafttraining machen muss, damit ich spannungs- und schmerzfrei arbeiten kann. Also ab zu Kieser. Ich bin damit sehr zufrieden.
Und dann noch die Ernährung. Aufgrund einer Stoffwechselerkrankung in unserer Familie habe ich mich mit dem Thema mehr beschäftigt und bin überrascht, welche Wirkung eine gesunde Ernährung auf meine Energie hat. Aber ja, da muss man Zeit für aufwenden. Das stimmt, lässt mich aber abschalten vom Beruf und ich fühle mich besser. Probieren Sie es vielleicht erst einmal mit einer Ernährungsberatung aus. Der Einstieg ist vielleicht leichter.

Energie-Tankstellen für Führungskräfte

Auszeiten vom Beruf – Nicht-Erreichbarkeit

Dieses Thema erzeugt oft bei Führungskräften ein Ohnmachtsgefühl. Sie sagen dann: „Es wird erwartet, dass ich immer erreichbar bin“. Das stimmt in vielen Fällen aber nicht immer. Die Erkenntnis, dass eine dauerhafte Erreichbarkeit belastet und die berufliche Leistungsfähigkeit einschränken kann, setzt sich immer mehr durch. Große Firmen reagieren und unterbinden zu bestimmten Zeiten die E-Mail-Server.
Ich erlebe es aber auch, dass Führungskräfte immer erreichbar sein wollen. Sie spüren sonst Kontrollverlust („Hoffentlich machen die alles richtig!“) und wollen eingebunden sein in Prozesse, damit nichts „anbrennt“. Oder sie haben nicht gelernt zu delegieren und zu vertrauen. Ja, Vertrauen führt! Dafür muss man etwas tun und es dauert, aber wenn Untergebene Vertrauen ihrer Vorgesetzten spüren, dann sind sie motiviert und engagiert und bestrebt, alles im Sinne der Firma und des Vorgesetzten zu regeln.
„Nicht Erreichbar zu sein“ muss geübt werden. Ich mache Ihnen Mut dazu. Beispiele von Klienten, die damit eine neue Lebensqualität für sich entwickelt haben, bestätigen meine Aussagen.

Für den 2. Teil soll dies reichen. Geben Sie mir gern eine Rückmeldung über das Kommentarfeld, oder schreiben Sie mich an, wenn Sie Fragen haben.
Bis zum 3. Teil!